Unsere Geschichte

Fränkische Fliegerschule Burg Feuerstein e.V.

Ein Sportflugzeug steht auf einer grünen Wiese bei Sonnenuntergang, während eine Person in einem weißen Anzug in der Nähe steht.

Die Geschichte unseres Platzes, 3,7 km westlich der Burg Feuerstein, beginnt erst lange nach den Flügen des deutschen Motorflugpioniers Gustav Weißkopf oder den Brüdern Wright. Der Faszination des bemannten Fliegens hatte der Krieg wenig anhaben können. Allerorts wurde damals viel konstruiert und handwerklich selbst gebaut. Zunächst heimlich, denn nach dem Ende des zweiten Weltkrieges 1945 war das Segelfliegen bis zum Sommer 1951 durch die Siegermächte verboten.

Das erklärt, warum nach 1951 deutschlandweit viele Segelflug- (und ab 1955 auch Motorflug-) Vereine neu gegründet wurden oder wieder auflebten.

Seit 1952 gibt es bereits die Fränkische Fliegerschule und den Flugplatz Burg Feuerstein. Dieser liegt 510 Meter hoch und zählt heute zu den schönsten und beliebtesten Plätzen in Deutschland. Von unserer knapp 1000 Meter langen Asphaltbahn starten und landen jedes Jahr über 30.000 Mal Motorflugzeuge, Motorsegler, UL-Flugzeuge und Segelflugzeuge.

Aber nicht nur zum Fliegen bietet sich der Feuerstein an: Die sanft hügelige Umgebung hat eine Menge zu bieten. Zahlreiche Burgen, Schlösser und Höhlen machen die romantische Fränkische Schweiz zum idealen Wander- und Erholungsgebiet. 

Und sollte Sie zwischendurch der Hunger packen, bieten Maurizio und Solveig im „Restaurant am Flugplatz Burg Feuerstein“ italienisch-fränkisch angehauchte Küche. Vom schattigen Biergarten haben Sie direkten Blick auf die Bahn und die Flugzeuge oder Sie genießen den Ausblick von der sonnigen Terrasse mit fast endloser Sicht über das Tal Richtung Forchheim und spektakulären Sonnenuntergängen.

Ein Flugzeug fliegt über einen Flughafen mit Start- und Landebahn, im Hintergrund sind Bäume und ein blauer Himmel sichtbar.
Kleinflugzeug auf einem Flugfeld, im Schatten

So soll auch ein namentlich nicht bekannter Konstrukteur 1952 eine Werkstatt gesucht haben. Fündig wurde er in Form einer ehemaligen Wehrmachtsbaracke auf dem Berg mit dem Flurnamen Feuerstein. Die Zeitschrift Thermik schrieb in einem Artikel 1954: „Während der Bauzeit an seiner Konstruktion fand er bei näherem Hinsehen auch genügend Platz zum Starten und Landen und sogar einen Hang zum Segeln.“ So nachzulesen in der Chronik von Herrn Ernst „Efendi“ Weber.

Obwohl es in der Fränkischen Schweiz viele mittelalterliche Burgen gibt, wurde die Burg Feuerstein erst 1941 erbaut. Sie diente als Forschungslabor für die deutsche Kriegsrüstung. Von den Amerikanern beschlagnahmt, wurde sie 1949 vom Erzbistum Bamberg erworben, samt erwähnter Baracke und den dazugehörigen Ländereien. Stark involviert war der Diozesan Jugend Seelsorger Jupp Schneider. Seitdem dienen Burg und Areal als Jugendstätte.

Offenbar lag die Idee nahe, die zahlreichen Jugendlichen, die die Burg besuchten, für den Segelflug zu begeistern. J. Schneider und einige Luftsport-Begeisterte, darunter der langjährige Bürgermeister von Ebermannstadt, Karl Theiler hatten die Idee, westlich der Burg am Gelände der „Langen Meile“ eine Segelflugschule aufzubauen. Mit der Zustimmung des Erzbischofs Josef Otto Kolb konnte es losgehen.

Zwei Segelflugzeuge auf einer grünen Wiese, die einen asphaltierten Flugplatz bildet, mit einem Schatten eines der Flugzeuge auf dem Boden.

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